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Eine verzweifelte Mutter und die Zähmung kleiner Monster…

Eine verzweifelte Mutter und die Zähmung kleiner Monster…

Laura schaute sich im Wohnzimmer ihrer Mutter um und seufzte zufrieden. Ja, Weihnachten war definitiv einer ihrer Lieblingsfeiertage. Die ganze Familie war zusammen, alle hatten gut gegessen und nun waren die Kinder am Geschenke auspacken. Ach, es gab nichts schöneres als die erfreuten Gesichter ihrer kleinen Engel…

„Was?! Ich habe mir keine elektrische Lokomotive gewünscht! Und wo ist die Autorennbahn die ich wollte?!!“ Der Wutausbruch ihres achtjährigen Sohnes riss Laura prompt aus ihren glücklichen Gedanken. „Und das ist nicht die Barbiekutsche die ich wollte! Diese hier ist blau und ich wollte die in pink!“ Schloss sich nun auch ihre fünfjährige Tochter dem Wutausbruch ihres Bruders an.

Oh ja, sie konnte die vorwurfsvollen Blicke ihrer Verwandtschaft förmlich fühlen als sie sich schnellst möglich ihren Kindern widmete und versuchte die kleinen Teufel zu beruhigen. „Lukas! Patricia! Das ist nicht nett! Das Christkind und eure Verwandten im Auftrag von ihm haben sich grosse Mühe gemacht, euch Geschenke zu bringen und euch eine Freude zu machen!“ Laura wusste bereits bevor sie ihren Mund öffnete das ein rationales Argument mit ihren Kindern nichts brachte aber irgendetwas musste sie tun da ihre Kinder allen das frohe fest ruinierten. „Aber das war nicht auf unseren Wunschzetteln und wir haben auch nicht alles was drauf war erhalten!“ Lukas war noch immer am schreien. „Lukas, Patricia ihr geht euch jetzt bei eurer Verwandtschaft für all die netten Geschenke bedanken und freut euch darüber das ihr überhaupt etwas bekommen habt! Es gibt genügend Kinder die nichts zu Weihnachten bekommen!“ Laura versuchte Ruhe zu bewahren, was alles andere als einfach war mit zwei aufgebrachten Kindern und der ganzen Verwandtschaft die einem beobachtete. „Nein!“ rief Lukas, „Ich wollte diese Dinge hier gar nicht!“ „Ich auch nicht, Mama!“ stimmte ihm seine kleine Schwester zu. Genug war definitiv genug. „Schön! Ihr wisst die Geschenke nicht zu schätzen und könnt euch nicht dafür bedanken, dass zeigt mir, dass ihr diese Geschenke nicht verdient! Wir werden sie in diesem Fall morgen zu Kindern bringen, welche sie zu schätzen wissen werden. Ihr dürft die Geschenke die nicht auf euren Listen waren behalten, falls ihr euch bei euren Verwandten dafür bedankt! Den Rest bringen wir morgen zu den Kindern im Kinderkrankenhaus. Und jetzt verabschiedet euch von allen, wir gehen nach Hause.“ Oh ja, nun war das Drama in vollem Schwung: Schreien, auf und ab springen, weinen, sich auf den Boden werfen und mit den Armen um sich schlagen…aber nichts half. Die Kinder und die Geschenke wurden eingesammelt und ins Auto gepackt.

Die Kinder waren nun im Bett und das Haus war endlich ruhig, nach einer Ewigkeit so kam es Laura vor. Während Laura die Geschenke sortierte ging ihr eine Frage durch den Kopf: Waren diese verwöhnten, undankbaren Gören wirklich ihre Kinder? Wie um Himmelswillen konnte das passieren? Sie erinnerte sich zurück an ihre Kindheit, jedes Jahr machte man einen Wunschzettel und in den seltensten Fällen bekam man ein Geschenk welches auch darauf war aber gefreut hat man sich über alle Geschenke. Damals als der Wunschzettel noch ein „es wäre schön wenn man etwas davon bekommt“ – Liste war und nicht eine „wenn ich nicht alles was darauf ist bekomme werde ich zu einem kleinen Monster“ –Zettel war. Und hoffentlich würden ihre Kinder mit dieser Bestrafung die wahre Bedeutung von Weihnachten lernen. Nicht nehmen und beschenkt werden sondern geben und jemandem eine Freude machen. Ebenfalls dass ein Wunschzettel keine Einkaufsliste ist, sondern lediglich eine Liste voller Wünsche aber Wünsche werden nicht immer wahr und anscheinend hatten ihre Kinder diese Lektion noch nicht gelernt. Wie konnte sie nur zulassen, dass ihre Kinder das Gefühl haben, dass sie alles bekommen was sie wollen?

„Mama hast du gesehen wie sich dieser Junge über das Videospiel gefreut hat?“ wollte ein vor Freude aufgeregter Lukas am nächsten Abend von seiner Mutter wissen. „Ja und das Mädchen im gleichen Zimmer über die Barbie?“ auch Patricia war am strahlen. Laura schaute ihre glücklichen Kinder stolz an.

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