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Liebes Christkindli…

Liebes Christkindli…

Was sonst nur das Christkindli bei Gebeten erfährt, lesen Heidi Rothen und ihr Helferteam alle Weihnachten wieder. Manche Wünsche sind schwerer zu erfüllen als andere, aber jeder wird irgendwie ge- oder erhört.

Frau Rothen. Wie kamen Sie 1994 auf die Idee, den Christkindli-Briefkasten zu gründen?

Kinder lagen mir schon immer besonders am Herzen. Damals arbeitete ich im Luzerner Rathaus und gründete den Kinderhütedienst „Kinderparadies“ in der Altstadt. Die Kinder gaben mir immer wieder Zeichnungen. So kam ich auf die Idee, einen Christkindli-Briefkasten beim Rathaus aufzustellen.

Das ist nun schon 20 Jahre her. Gibt es Wünsche, die sich wiederholen?

Kinder schicken oft süsse Zeichnungen mit Liebesbeweisen. Ab und zu kommt ein Brief, der mir besonders ins Herz geht. Wie jener von einem Kind, das schrieb: „Liebes Christkindli. Ich darf es nicht sagen, aber der Papi schlägt das Mami.“
Herzzerreissend! Wie gehen Sie mit solchen immateriellen Anliegen um?

Wir arbeiten mit Fachleuten zusammen. Diese kontaktieren die betroffenen Familien. Mir haben aber auch schon Leute geschrieben, sie hätten schlechte Erfahrungen mit Sozial-ämtern gemacht und möchten nur mit mir reden. Das mache ich natürlich gerne.

An welchen Fall erinnern Sie sich gerne zurück?

An eine Familie mit drei Kindern, bei der sogar meine Praktikanten putzen gegangen sind. Der Bub ist einige Male von Zuhause ausgerissen und zu uns gekommen. Oder ein sehr süsser Bub, der schrieb, seinem Grosspapi sei die Motorsäge gestohlen worden. Als wir mithilfe der Stadtgärtnerei dem Grosspapi eine neue Motorsäge übergeben konnten, kullerten ihm die Tränen nur so hinunter… da gibt es viele Anekdoten!

Können Sie z.B. auch Familien mit Schulden helfen?

Selbst verschenken wir kein Geld. Es gibt Leute, die gerne einer Familie in Not helfen möchten und mich fragen, ob ich jemanden kenne. Dann vermittle ich unter den Familien. Manchmal ergeben sich daraus Freundschaften fürs Leben.

Was wünschen Sie sich vom Christkindli für das 20-Jahr-Jubiläum?

Hilfsbereitschaft soll man an Weihnachten, aber auch das ganze Jahr über spüren.
Dem Christkindli helfen!

Der Christkindli-Briefkasten steht vom 1. November bis Mitte Januar beim Rathaus in Luzern. Helfen kann jeder – Vielen herzlichen Dank!

Geldspenden: Valiant Bank Bern
«Christkindli-Briefkasten»
IBAN CH28 0630 0016 1864 6130 1
Für Sachspenden: Bitte vorher anrufen.

Heidi Rothen betreibt noch die Stiftung „Sonneschiin“ und den Kinderhütedienst „Kinder-paradies“ in der Luzerner Altstadt. Im Kinderparadies werden Ihre Kinder professionell und kreativ betreut, während sich die Mamis und Papis erholen können. Es hat auch einen separaten Raum zum Stillen, Wickeln und Ausruhen.

Kinderparadies Altstadt
Hertensteinstrasse 40
6004 Luzern
Tel. 041 410 44 15
www.heidirothen.ch

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